Lächelnde junge Frau mit Brille und Mappe auf dem Schoß sitzt zwischen leeren schwarzen Stühlen vor einer weißen Wand

Personalbedarfsplanung im Krankenhaus

Wie viel Personal brauchen wir wirklich – und mit welchen Qualifikationen?

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Personalbedarfsplanung im Krankenhaus beruht auf einer systematischen Berechnung: Man definiert die zu erbringenden Leistungen und die jeweiligen Personalbindungszeiten sowie deren Verteilung auf Arbeitsplätze und Zeitfenster. Daraus leitet man den Besetzungsbedarf im Zeitverlauf ab.

Kurz gesagt

Die Müller & Mooseder Unternehmensberatung aus Dachau bei München ermittelt bundesweit den Personalbedarf im Krankenhaus für alle Berufsgruppen und Bereiche – für den ärztlichen Dienst, den Pflegedienst sowie Anästhesie-, OP- und Funktionsdienste. Mit der analytisch plausibilisierten Arbeitsplatzmethode leiten wir aus Leistungen und Personalbindungszeiten den Besetzungsbedarf im Zeitverlauf ab und errechnen daraus einen realistischen Wochenbesetzungsplan mit angepassten Dienstzeiten und Besetzungsstärken sowie die benötigte Personalzahl in Vollkraft-Äquivalenten. Dabei berücksichtigen wir rechtliche und tarifliche Vorgaben, Weiterbildung und Einarbeitung, die Dienstplanung und die klinische Betriebsorganisation. Für den schnellen Einstieg gibt es unsere kostenlose App zur Personalbedarfsberechnung aus dem Wochenbesetzungsplan.

Inhalt
  1. Unser Angebot
  2. Worauf es ankommt
  3. Ärztlicher Dienst
  4. Pflege- und Funktionsdienst
  5. Kostenloses Tool
  6. Besetzungsbedarf ermitteln
  7. Häufige Fragen
  8. Kontakt
  9. ↑ nach oben

Unser Beratungsangebot

Unser Angebot zur Personalbedarfsermittlung im Krankenhaus

Wir ermitteln den Personalbedarf für alle Berufsgruppen und Bereiche im Krankenhaus. Gerne unterstützen wir auch Sie bei der Personaleinsatzplanung.

Wie viel Personal brauchen wir wirklich?

Angesichts einer in vielen Kliniken angespannten Finanzlage sind Personalbudgets nach wie vor Verhandlungssache. Zugleich wird die Beschaffung und Bindung von qualifiziertem Personal mehr und mehr zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Solange nicht klar ist, wie viel Personal man „wirklich“ braucht und was dessen Vorhaltung auf der Erlösseite bedeutet, lässt sich die Diskussionsspirale nicht auflösen.

Klar ist: Qualifizierte Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte suchen sich Arbeitsstellen mit einer stabilen Personalsituation. Wo diese fehlt, fallen Personalbeschaffung und -bindung schwer. Um diesem Kreislauf eine positive Wendung zu geben, ist es oft zielführend, zunächst eine Frage zu beantworten: Wie viel Personal brauchen wir wirklich, und welche Qualifikationen werden in welchem Umfang benötigt? Wir geben auf diese Fragen zuverlässige Antworten.

Das Ergebnis: Müller & Mooseder führt diese Analysen seit Jahren für Pflegedienst, ärztlichen Dienst und Funktionsdienste durch und errechnet daraus einen realistischen Wochenbesetzungsplan mit angepassten Dienstzeiten und Besetzungsstärken sowie die benötigte Personalzahl in Vollkraft-Äquivalenten.

Worauf es ankommt

Personalkosten sparen ist nicht gleich Wirtschaftlichkeit

Die Ermittlung des Personalbedarfs zählt zu den umstrittensten Themen im Krankenhaus. Knappe Budgets stehen im Konflikt mit dem Wunsch nach hoher Qualität, einer Begrenzung von Belastungen und einer guten Weiterbildung.

Die Einsparung von Personalkosten ist daher nicht 1:1 mit Wirtschaftlichkeit gleichzusetzen. Eine zu knappe Personalvorhaltung kann erhebliche wirtschaftliche Folgekosten nach sich ziehen:

  • Direkte Folgekosten durch verlängerte Liegezeiten,
  • indirekte Folgekosten durch erhöhte Fehlzeiten und Fluktuation
  • und Probleme bei der Personalgewinnung auf einem ohnehin sehr angespannten Personalmarkt.

Umgekehrt gilt: Kein Krankenhaus kann es sich heute leisten, mehr Personal einzusetzen, als bei bestmöglicher Organisation erforderlich ist.

Wir haben uns durch den Dschungel der Personalbedarfsermittlung in allen Berufsgruppen und Dienstarten des Krankenhauses gearbeitet und dabei jahrelange Erfahrung gesammelt. Wir richten uns nicht nur nach Leistungszahlen, sondern berücksichtigen

Personalbedarf ärztlicher Dienst

Ermittlung des Personalbedarfs für Ärztinnen und Ärzte

Was nützt Ihnen eine Personalbedarfsermittlung für den ärztlichen Dienst?

Nach wie vor ist die Personalbedarfsberechnung für Ärztinnen und Ärzte Gegenstand intensiver Diskussionen – in jedem Krankenhaus und in jeder Abteilung. So wichtig die erlösorientierte (DRG-basierte) Personalbedarfsermittlung ist: Für die konkrete klinische Personalbedarfsplanung reicht sie nicht aus.

Auch die Vorgaben im Zuge der Bildung von Leistungsgruppen gemäß KHVVG reichen nicht aus. Sie definieren zwar eine Mindestverfügbarkeit an Fachärztinnen und Fachärzten, jedoch ohne Bezug zu den Leistungsmengen der jeweiligen Abteilung, die die Mindestmengen mehr oder weniger überschreiten können. Vorgaben zur erforderlichen Anzahl an Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung enthalten die Qualitätskriterien nicht. Zugleich kann die Konzentration von Leistungen dazu führen, dass Abteilungen nicht mehr das volle Spektrum für ihre Weiterbildungsbefugnis abdecken – Weiterbildungsverbünde gewinnen an Bedeutung. Da die Krankenhausreform (KHVVG, angepasst durch das KHAG) erhebliche Veränderungen bei den Leistungsarten und -mengen von Krankenhäusern und Fachabteilungen mit sich bringt, muss auch der Personalbestand zeitgerecht angepasst werden.

Der Umbau von Versorgungsstrukturen, der durch das KHVVG angestoßen wird, braucht eine systematische ärztliche Personalplanung über alle Qualifikationsniveaus hinweg.

Wir bieten eine realistische Personalplanung als

  • Voraussetzung für eine gute medizinische Qualität,
  • Grundlage für eine optimale wirtschaftliche Performance,
  • Basis für Personalgewinnung und -bindung.

Eigene Tools für nahezu jeden ärztlichen Einsatzbereich

Wir haben spezifisch für die Leistungen und Abläufe im ärztlichen Dienst Tools entwickelt, die eine arbeitsplatzbezogene, analytisch plausibilisierte Ermittlung des Besetzungs- und Personalbedarfs ermöglichen. Hinter diesen Tools steht unsere Erfahrung seit 1996 bei der Personalbedarfsermittlung und Dienstplanung im Krankenhaus – auch für Ärztinnen und Ärzte. Mit speziellen Instrumenten können wir nahezu jeden ärztlichen Einsatzbereich abbilden:

  • Allgemeinstationen, Intermediate-Care-Stationen (unter Berücksichtigung von Zertifizierungsvorgaben für Stroke Unit, Chest Pain Unit etc.) und Intensivstationen
  • Notaufnahme und Ambulanzen
  • OP-Bereich und Anästhesie
  • Module für internistische Fachabteilungen (Gastroenterologie, Kardiologie) und für die Chirurgie (Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie)
  • Funktionsbereiche und Sprechstunden

Unser Ansatz umfasst alle Leistungsbereiche ärztlicher Abteilungen und erlaubt eine realistische Personalplanung, die im klinischen Alltag funktioniert. Dabei berücksichtigen wir die Komplexität moderner Abteilungen und die Notwendigkeit von Kooperationen, zum Beispiel bei der Besetzung der Bereitschaftsdienste, der Intensivstation oder der ZNA. Um hohe Akzeptanz zu erreichen und die Personalgewinnung und -bindung zu fördern, ist es unerlässlich, auch Einarbeitungszeiten und Zeitbedarfe für die Weiterbildung gezielt zu berücksichtigen.

Schema Personalbedarfsermittlung und Dienstplankonzept für den ärztlichen Dienst: analytische Berechnung der Arbeitsstunden aus Leistungen mal Personalbindungszeit, Besetzungsbedarf je Arbeitsplatz für Funktionen, Intensiv- und IMC-Bereiche, Stationen und ZNA, daraus Wochenbesetzungsplan und Dienstplan, getrennt für Assistenzärzte und Fach- bzw. Oberärzte, darüber laufende Steuerung und Ausfallmanagement
Personalbedarfsermittlung und Dienstplankonzept für den ärztlichen Dienst – vom Besetzungsbedarf über den Wochenbesetzungsplan zum Dienstplan

So läuft die Personalbedarfsermittlung ab

  1. Soll-Besetzung erfassenZunächst erfassen wir die von der jeweiligen Abteilung geforderte Soll-Besetzung je Arbeitsplatz.
  2. Abgleich mit LeistungszahlenDiese gleichen wir mit den entsprechenden Leistungszahlen ab, wobei wir plausibilisierte Personalbindungszeiten zugrunde legen. Bereits in diesem Schritt werden gegebenenfalls Optimierungsansätze erkennbar.
  3. Weitere BedarfeHinzu kommen Besetzungsbedarfe außerhalb der Kernzeit und der Personalbedarf für Besprechungen, administrative Aufgaben, Einarbeitung und Fortbildung.
  4. WochenbesetzungsplanAuf Basis der Besetzungsbedarfe erstellen wir einen Wochenbesetzungsplan (Normbesetzung) mit entsprechenden Dienstzeiten und Besetzungsstärken – auch hier gibt es häufig Optimierungspotenziale.
  5. Vollkraft-ÄquivalenteAus dem Wochenbesetzungsplan ergibt sich die Zahl der Vollzeitäquivalente (VKÄ) nach Qualifikationsgruppen.
  6. Abgleich mit dem BudgetDieser Wert wird mit dem hausintern kalkulierten InEK-Budget abgeglichen. Bei hohen Differenzen müssen gegebenenfalls weitere Struktur- und Prozessoptimierungen oder Änderungen im Leistungsportfolio erfolgen.
Grafik Personalbedarfsermittlung im ärztlichen Dienst mit der analytisch plausibilisierten Arbeitsplatzmethode: geforderte Personalbesetzung je Arbeitsplatz für Stationen, Funktionsbereiche und Sprechstunden, OP und ZNA wird mit dem Besetzungsbedarf auf Basis der Leistungsdaten abgeglichen; dazu Bedarf außerhalb der Kernarbeitszeit sowie Besprechungen, Administration, Einarbeitung und Ausbildung; daraus Wochenbesetzungsplan, Personalbedarf in VKÄ nach Qualifikationen, Abgleich mit dem InEK-Budget und Rahmendienstplan mit Rotationsmodell; Optimierungspotenziale in Struktur, Leistungen und Prozessen
Die analytisch plausibilisierte Arbeitsplatzmethode im ärztlichen Dienst – mit Abgleich gegen das InEK-Budget und Blick auf Optimierungspotenziale

Methodik und Vorgehen im Detail

Wochenbesetzungsplan: ein Praxisbeispiel

Das folgende Praxisbeispiel zeigt links ein „Besetzungsgebirge“ (gelbe Fläche) und als blaue Säulen die mit den definierten Dienstzeiten erreichte Besetzungsstärke. Rechts sind Dienste und Besetzungsstärken abgebildet. Für Bereitschaftsdienste gibt es ergänzende Tabellen, die hier nicht abgebildet sind.

Tool für die Definition von Dienstzeiten und Besetzungsstärken auf Basis des Besetzungsbedarfs im Zeitverlauf: links Besetzungsgebirge für Montag, Dienstag und Mittwoch in Halbstundenschritten mit der erreichten Schichtbesetzung, rechts Tabelle der Schicht- und Dienstzeiten mit Soll-Besetzung je Wochentag
Besetzungsgebirge und Wochenbesetzungsplan (Beispiel ärztlicher Dienst)

Um hohe Akzeptanz zu erreichen, arbeiten wir bei der Planung eng mit Vertreterinnen und Vertretern des ärztlichen Teams und der Personalabteilung zusammen. Durch Transparenz und Klarheit erreichen wir eine ungewöhnlich hohe Akzeptanz bei Geschäftsführung, Personalabteilung – und bei den Ärztinnen und Ärzten aller Hierarchieebenen. Dazu trägt auch eine angemessene Berücksichtigung von Einarbeitungs- und Weiterbildungszeiten in der Abteilung bei.

Die Erfahrung zeigt, dass die Ergebnisse dabei stets in einem wirtschaftlich tragfähigen Rahmen bleiben. Letztlich ist eine angemessene Personalbedarfsplanung auch ökonomisch am effektivsten: Die Personalbindung steigt, die Rekrutierung wird leichter, es kommt zu weniger Fehlern, und die Leistungsmotivation ist positiv – was sich günstig auf die Performance (Erlöse) der gesamten Abteilung auswirkt.

Durch den Einsatz etablierter Tools bleibt die Personalbedarfsermittlung zeitlich und finanziell in einem überschaubaren Rahmen. Die Berechnungen werden in nachvollziehbarer und anpassungsfähiger Form zur Verfügung gestellt, sodass zum Beispiel bei Änderung von Leistungsarten und -mengen jederzeit Anpassungen vorgenommen werden können.

Die Analyse des Besetzungsbedarfs unter Berücksichtigung von Optimierungsmöglichkeiten

… ist die entscheidende Frage bei der Personalplanung und Personalbemessung im ärztlichen Dienst. Minderbesetzungen sind ebenso wenig „ökonomisch“ wie überzogene Besetzungsstärken. So ermitteln wir die passende Besetzungsstärke:

  • Im Dialog mit Ärztinnen und Ärzten vor Ort (in der Regel Assistentensprecherinnen und -sprecher sowie Personaloberärztin bzw. -oberarzt):
    • Erfassung des Ist-Wochenbesetzungsplans (gegebenenfalls Unterscheidung: gewünscht-gedachtes vs. tatsächliches Ist)
    • Vollständige Besetzungsplanung (Tag/Woche) mit der analytisch plausibilisierten Arbeitszeitmethode (dabei Anwendung von Modulen für Stationen, Funktionsbereiche, OP …). Berücksichtigung von Weiterbildung und Einarbeitung sowie der Aufwände für Administration, Management und Führung der Abteilung
    • Integration von Optimierungskonzepten (Ungereimtheiten und Optimierungsmöglichkeiten fallen mit unserer Methode systematisch auf)
  • Ableitung eines Wochenbesetzungsplans mit geeigneten Dienstzeiten und Besetzungsstärken (betrieblich optimiert und sozial verträglich). Hierzu verwenden wir ein grafisches Tool, das den ermittelten Besetzungsbedarf im Tages- und Wochenverlauf als „Besetzungsgebirge“ anzeigt und ihm die Plan-Besetzung gegenüberstellt.
  • Ableitung des Personalbedarfs und Erstellung von Modell-Dienstplänen (Dienstplan-Module):
    • Aus dem Wochenbesetzungsplan ergibt sich der Personalbedarf für Assistenz- und Fachärztinnen und -ärzte.
    • Entwicklung eines Dienstplanmodells, das die verschiedenen Qualifikationsgruppen innerhalb des ärztlichen Dienstes integriert. Beratung der Dienstplanenden zum Dienstplanungsprozess.

Bei der differenzierten Analyse von Besetzungsbedarfen und Dienstzeiten finden wir – gemeinsam in der Arbeitsgruppe – fast immer Möglichkeiten für eine Optimierung, was von den Ärztinnen und Ärzten in der Regel sehr begrüßt wird.

Systemische Personalbemessung: Excel trifft keine Entscheidungen

Personalplanung ist mehr als die reine Berechnung des Personalbedarfs. In unseren Projekten zur Personalplanung berücksichtigen wir auch strategische Ziele und betriebsorganisatorische Wechselwirkungen.

Wir folgen dem Motto: So einfach wie möglich – so komplex wie nötig. Oft reicht die klassische Personalbemessung aus: Aus der arbeitsplatzbezogenen Analyse des Besetzungsbedarfs ergibt sich ein „Besetzungsgebirge“, anhand dessen ein Wochenbesetzungsplan erstellt wird, aus dem sich der Personalbedarf errechnet. Aber Excel trifft keine Entscheidungen. Oft ist die Sache komplizierter. Um die bestmögliche Entscheidung zu treffen, muss man das System verstehen.

Wenn eine kritische Ressource wie die Anästhesie sehr knapp besetzt ist, kommt es zu Warteschlangeneffekten im OP. Diese haben längere Wechselzeiten zur Folge – mit Auswirkungen auf den Besetzungsbedarf, die nur durch Überstunden aufgefangen werden können. Es ist also auch aus wirtschaftlicher Sicht nicht zielführend, Personal überall so knapp wie irgend möglich zu bemessen, wenn durch systemische Effekte Erlöse verringert und Kosten sekundär gesteigert werden.

Es reicht also nicht, nur Leistungsdaten mit Personalbindungszeiten zu multiplizieren. Personalbemessung ist ein Entscheidungsprozess, der sehr viel Erfahrung und systemisches Denken braucht.

Umgang mit den Ergebnissen: Die entscheidende Frage vor einer Personalbedarfsermittlung ist die nach der Ergebnisoffenheit. Nur wenn man bereit ist, gegebenenfalls auch einen Mehrbedarf an Personal zu akzeptieren, ist eine Personalbedarfsermittlung sinnvoll. Auch wenn ein Mehrbedarf nicht gegenfinanziert werden kann, gibt es Handlungsmöglichkeiten – nämlich die Anpassung der Arbeitsprozesse und Leistungsangebote.

Personalbedarf Pflegedienst

Ermittlung des Personalbedarfs im Pflegedienst

Aufgrund des DRG-Systems galt jahrelang die Regel: Personal einsparen, soweit es möglich ist. Das Ergebnis kennen wir: Der Pflegeberuf wurde so unattraktiv, dass es heute kaum noch möglich ist, qualifiziertes Personal in ausreichender Zahl zu finden. Die PPR 2.0 sollte gegensteuern – doch ihre verpflichtende Anwendung ist Mitte 2026 wieder entfallen. Wie der Pflegepersonalbedarf belastbar ermittelt wird – und woher das Personal kommen soll –, muss nun jedes Haus selbst beantworten.

Wozu also eine Berechnung des Personalbedarfs mit externer Beratung?

1

Change-Projekt

Die Einführung eines Instruments zur Pflegepersonalbemessung – ob PPR 2.0 oder ein anderes Verfahren – ist ein Change-Projekt.

2

Reliable Bedarfserfassung

Ab 2027 darf das Pflegebudget nur noch begrenzt wachsen; Mehrkosten werden nicht mehr automatisch refinanziert. Umso wichtiger ist eine reliable Bedarfserfassung als Grundlage für Budgetverhandlungen und Personalentscheidungen.

3

Stabile Personalausstattung

Pflegepersonal geht dorthin, wo die Arbeitsbedingungen gut sind – und das ist nur bei einer stabilen Personalausstattung der Fall.

4

Qualifikationsmix

Da es nicht möglich sein wird, den Bedarf (Demografie …) ausreichend schnell mit dreijährig ausgebildeten Pflegekräften zu decken, kommt dem Qualifikationsmix eine wesentlich größere Bedeutung zu als bisher.

5

Gezielte Personalsteuerung

Wo der Pflegeaufwand weiter erfasst wird (etwa mit der PPR 2.0), zeigt sich tagesgenau, auf welchen Stationen die größte (+/−) Personaldifferenz besteht bzw. bestand. Es liegt nahe, diese Daten für eine gezielte Personalsteuerung einzusetzen. Dafür lassen sich die Instrumente des Ausfallmanagements (vgl. Dienstplanung) nutzen und ausgestalten.

Unser Angebot: Wir beraten Sie bei der Ausgestaltung des Qualifikationsmixes auf Basis der PPR und bei der Entwicklung einer bedarfsgerechten Personalsteuerung.

Ermittlung des Personalbedarfs für Anästhesie-, OP- und Funktionsbereiche

Für OP-Bereiche, Anästhesie und Funktionsdienste (z. B. Endoskopie, Herzkatheter) führen wir strukturierte Personalbedarfsermittlungen durch. Wir erfassen hierfür Leistungsmengen, Personalbindungszeiten und Tagesabläufe, sodass wir auch organisatorische und administrative Aufgaben berücksichtigen können.

Unabhängig von der Frage, wie der Pflegeaufwand als Grundlage für die Personalbedarfsermittlung gemessen wird, gibt es weitere kritische Punkte – insbesondere im Hinblick auf die Ausgliederung des Pflegebudgets, das ab 2027 nur noch begrenzt wachsen darf: die Finanzierung der Stellen außerhalb der direkten Pflege (Funktionsbereiche) und der Stabsstellen der Pflegedirektion.

Rechtsgrundlage zur Abgrenzung der Pflegepersonalkosten

Vgl. Vereinbarung nach § 17b Absatz 4 Satz 2 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) zur Definition der auszugliedernden Pflegepersonalkosten und zur Zuordnung von Kosten von Pflegepersonal (Pflegepersonalkosten-Abgrenzungsvereinbarung), § 2 Abs. 3.

Mehr zur Personalbedarfsplanung in der Notaufnahme finden Sie auf der Seite Personalbedarf Notaufnahme / INZ; zur Planung von OP-Kapazitäten und OP-Saal-Bedarf auf der Seite OP-Management.

Der einfachste Weg zur Berechnung des Personalbedarfs

Kostenloses Tool zur Personalbedarfsberechnung auf Basis des Wochenbesetzungsplans

Wenn Sie diese Seite aufgerufen haben, gehören Sie vielleicht zu den vielen, die eine Anleitung suchen, wie sie den Personalbedarf ihrer Abteilung, ihrer Station oder ihres Funktionsbereichs berechnen können.

Wenn Sie wissen, zu welchen Zeiten Sie wie viele Mitarbeitende einsetzen müssen, senden wir Ihnen gerne unsere kostenlose App zur Personalbedarfsberechnung auf Basis des Wochenbesetzungsplans zu. Sie stammt aus unserer Personalbedarfsplanung, mit der wir in Beratungsprojekten arbeiten, und rechnet in drei Schritten:

  1. Dienstemit Beginn, Ende, Pause und Besetzungsstärke je Wochentag eingeben (= Wochenbesetzungsplan)
  2. Fehlzeiteneintragen – Urlaub, Krankheit, Fortbildung
  3. FertigWochenstunden und Personalbedarf in Vollkraft-Äquivalenten stehen sofort da

Die App läuft im Browser – ohne Installation und ohne Anmeldung. Ihre Daten bleiben auf Ihrem Rechner. So können Sie verschiedene Dienstmodelle in Ruhe durchspielen und sehen sofort, was eine geänderte Besetzung oder Dienstlänge für den Personalbedarf bedeutet.

Bildschirmfoto der kostenlosen App Personalbedarfsrechner von Müller & Mooseder: Wochenbesetzungsplan mit Früh-, Spät- und Nachtdienst für Pflegefach- und Pflegehilfskräfte, Beginn, Ende, Pause und Besetzung je Wochentag; darunter Arbeitsstunden je Woche, Schichten, Personalbedarf in Vollkraft-Äquivalenten und Netto-Jahresarbeitszeit
Der Wochenbesetzungsplan in unserem kostenlosen Personalbedarfsrechner (Vollbild per Klick auf das Bild)

So bestellen Sie die App: Sie können unsere App zur Berechnung des Personalbedarfs aus dem Wochenbesetzungsplan kostenlos per E-Mail bei uns anfordern. Einfach auf den Knopf klicken – „Bitte Tool zur Personalbedarfsberechnung senden“ in der Betreffzeile genügt. Die kostenlose Fassung enthält den Wochenbesetzungsplan und die Berechnung des Personalbedarfs. Weitere Module unserer Personalbedarfsplanung – etwa die Tagesstruktur mit dem Besetzungsbedarf im Tagesverlauf – setzen wir in unseren Beratungsprojekten ein.

Das Problem liegt aber tiefer: Oft ist umstritten, wie viele Mitarbeitende tatsächlich zu welchen Zeiten benötigt werden. Die jeweils geforderte Besetzungsstärke muss daher analytisch plausibilisiert werden. Erst wenn der Besetzungsbedarf valide dargestellt ist, kann man von einer echten Personalbedarfsermittlung sprechen.

Wir unterstützen Sie bei der Klärung der Besetzungsbedarfe und wenden dabei unser Know-how in der klinischen Betriebsorganisation an.

Analytisch plausibilisierte Arbeitsplatzmethode

Differenzierte Personalbedarfsermittlung auf Basis des Besetzungsbedarfs

Bei der Berechnung des Personalbedarfs auf Basis des Wochenbesetzungsplans bleibt eine wichtige Frage offen: Sind die geplanten Besetzungsstärken angemessen? Wenn es dafür keine definierten Kennzahlen gibt, beantworten wir diese Frage mit der „analytisch plausibilisierten Arbeitsplatzmethode“.

Um den Besetzungsbedarf zu ermitteln, geht man im Prinzip immer gleich vor: Man definiert Leistungen und legt Personalbindungszeiten fest – indem man sie misst, schätzt oder geeignete Benchmarks verwendet.

Aus dem Produkt von Leistungen und Personalbindungszeiten ergibt sich ein Stundenwert für den Besetzungsbedarf in einem definierten Zeitraum, der die Grundlage für die Personalbedarfsermittlung bildet. Dabei darf man jedoch nicht einfach nach dem sogenannten Waggonprinzip vorgehen, also mit der Vorstellung, man müsse nur alle Zeitbedarfe aneinanderreihen und hätte dann den Bedarf an Arbeitsstunden. Vielmehr müssen die Arbeitsorganisation sowie verschiedene Randbedingungen und Nebenaufgaben berücksichtigt werden, um zu einer realistischen Einschätzung des Personalbedarfs zu kommen.

Die Personalbedarfsermittlung umfasst mehrere Schritte. Folgende Fragen müssen dabei geklärt werden:

  • Was bestimmt den Arbeitsanfall?
  • Welcher klinische Arbeitsanfall hat welchen Netto-Besetzungsbedarf zur Folge?
  • Gibt es Warteschlangeneffekte?
  • Welche Zeiten müssen für Einarbeitung, Weiterbildung, Administration und Führungsaufgaben berücksichtigt werden?
  • Welche Dienst- und Schichtzeiten passen zum Besetzungsbedarf im Zeitverlauf?
  • Wie viele Personen müssen an jedem Wochentag in welcher Schicht bzw. in welchem Dienst anwesend sein?
  • Welche Fehlzeiten sind anzurechnen, um vom Netto- auf den Brutto-Personalbedarf zu kommen?

Das Ergebnis: ein zum Besetzungsbedarf passender Wochenbesetzungsplan als Übersicht über alle Schichten und ihre Soll-Besetzung je Wochentag. Bleibt der Wochenbesetzungsplan im Jahresverlauf relativ konstant, lässt sich mit der Wochenarbeitszeit die benötigte Brutto-Personalstärke in Vollkraft-Äquivalenten berechnen. Müssen saisonale Schwankungen berücksichtigt werden – typische Beispiele sind die Pädiatrie und die Orthopädie –, nehmen wir entsprechend komplexere Berechnungen vor. Diese gestalten wir so, dass sie bei Änderungen leicht angepasst werden können.

Wie aus dem Besetzungsbedarf passende Dienstzeiten und Dienstpläne werden, lesen Sie auf der Seite Dienstplanung.

Häufige Fragen

Fragen zur Personalbedarfsplanung im Krankenhaus

Wie berechnet man den Personalbedarf im Krankenhaus?

Man definiert die zu erbringenden Leistungen und die jeweiligen Personalbindungszeiten sowie deren Verteilung auf Arbeitsplätze und Zeitfenster. Daraus ergibt sich der Besetzungsbedarf im Zeitverlauf. Auf dieser Grundlage wird ein Wochenbesetzungsplan mit passenden Dienstzeiten und Besetzungsstärken erstellt, aus dem sich – unter Anrechnung der Fehlzeiten – die benötigte Personalzahl in Vollkraft-Äquivalenten ergibt.

Was ist die analytisch plausibilisierte Arbeitsplatzmethode?

Mit ihr prüfen wir, ob die geforderten Besetzungsstärken angemessen sind, wenn es dafür keine definierten Kennzahlen gibt. Die geforderte Soll-Besetzung je Arbeitsplatz wird mit Leistungszahlen und plausibilisierten Personalbindungszeiten abgeglichen. Dazu kommen Besetzungsbedarfe außerhalb der Kernzeit sowie Zeiten für Besprechungen, Administration, Einarbeitung und Fortbildung. Dabei werden Ungereimtheiten und Optimierungsmöglichkeiten systematisch sichtbar.

Warum reicht eine erlösorientierte (DRG-basierte) Personalbedarfsermittlung für Ärztinnen und Ärzte nicht aus?

Sie ist wichtig, bildet aber den konkreten klinischen Bedarf nicht ab. Auch die Vorgaben für Leistungsgruppen nach dem KHVVG definieren zwar eine Mindestverfügbarkeit an Fachärztinnen und Fachärzten, jedoch ohne Bezug zu den Leistungsmengen der Abteilung. Eine realistische Planung muss alle Einsatzbereiche, Kooperationen bei Bereitschaftsdiensten, Intensivstation und ZNA sowie Einarbeitung und Weiterbildung berücksichtigen.

Was ist ein Besetzungsgebirge?

Eine grafische Darstellung des ermittelten Besetzungsbedarfs im Tages- und Wochenverlauf. Ihr gegenübergestellt wird die Plan-Besetzung, die mit den definierten Dienstzeiten erreicht wird. So lässt sich ein Wochenbesetzungsplan mit Dienstzeiten und Besetzungsstärken ableiten, der betrieblich optimiert und sozial verträglich ist.

Warum sollte man Personal nicht überall so knapp wie möglich bemessen?

Weil eine zu knappe Personalvorhaltung erhebliche Folgekosten haben kann: verlängerte Liegezeiten, mehr Fehlzeiten und Fluktuation und Probleme bei der Personalgewinnung. Ist eine kritische Ressource wie die Anästhesie sehr knapp besetzt, entstehen Warteschlangeneffekte im OP mit längeren Wechselzeiten, die nur durch Überstunden aufgefangen werden können. Umgekehrt kann es sich kein Krankenhaus leisten, mehr Personal einzusetzen, als bei bestmöglicher Organisation erforderlich ist.

Was bringt externe Beratung bei der Personalbedarfsplanung im Pflegedienst?

Die Einführung eines Instruments zur Pflegepersonalbemessung ist ein Change-Projekt – und weil das Pflegebudget ab 2027 nur noch begrenzt wachsen darf, wird eine reliable Bedarfserfassung noch wichtiger. Weil der Bedarf nicht schnell genug mit dreijährig ausgebildeten Pflegekräften gedeckt werden kann, gewinnt der Qualifikationsmix an Bedeutung. Und wo der Pflegeaufwand weiter erfasst wird (etwa mit der PPR 2.0), zeigen die Daten tagesgenau, wo die größten Personaldifferenzen bestehen – eine Grundlage für gezielte Personalsteuerung mit den Instrumenten des Ausfallmanagements.

Ermitteln Sie auch den Personalbedarf für OP, Anästhesie und Funktionsdienste?

Ja. Für OP-Bereiche, Anästhesie und Funktionsdienste wie Endoskopie oder Herzkatheter führen wir strukturierte Personalbedarfsermittlungen durch. Wir erfassen Leistungsmengen, Personalbindungszeiten und Tagesabläufe, sodass auch organisatorische und administrative Aufgaben berücksichtigt werden.

Wie funktioniert das kostenlose Tool zur Personalbedarfsberechnung?

Es ist eine kleine App, die im Browser läuft – ohne Installation, und Ihre Daten bleiben auf Ihrem Rechner. Sie geben die Dienste mit Beginn, Ende, Pause und Besetzungsstärke je Wochentag ein (den Wochenbesetzungsplan) und dazu die Fehlzeiten; die App berechnet daraus die Wochenstunden und den Personalbedarf in Vollkraft-Äquivalenten. Sie erhalten die App kostenlos per E-Mail an mail@win-win-work.de mit dem Betreff „Bitte Tool zur Personalbedarfsberechnung senden“. Weitere Module unserer Personalbedarfsplanung, etwa die Tagesstruktur, setzen wir in Beratungsprojekten ein.

Was passiert, wenn die Personalbedarfsermittlung einen Mehrbedarf ergibt?

Eine Personalbedarfsermittlung ist nur sinnvoll, wenn sie ergebnisoffen ist – also auch ein Mehrbedarf akzeptiert werden kann. Lässt sich ein Mehrbedarf nicht gegenfinanzieren, gibt es dennoch Handlungsmöglichkeiten: die Anpassung von Arbeitsprozessen und Leistungsangeboten. Den ermittelten Bedarf gleichen wir mit dem hausintern kalkulierten InEK-Budget ab; bei hohen Differenzen folgen Struktur- und Prozessoptimierungen oder Änderungen im Leistungsportfolio.

Wie beginnt eine Zusammenarbeit?

Mit einem unverbindlichen Erstgespräch per Telefon (08131 310 68 72) oder E-Mail (mail@win-win-work.de). Die Müller & Mooseder Unternehmensberatung sitzt in Dachau bei München und berät Krankenhäuser in ganz Deutschland.

Kontakt

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Ärztlicher Dienst, Pflegedienst oder Funktionsbereich: Im unverbindlichen Erstgespräch klären wir, welche Fragen zum Personalbedarf in Ihrem Haus zuerst beantwortet werden müssen und wie wir vorgehen.

Stand: 24.10.2026 · Müller & Mooseder Unternehmensberatung, Dachau